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Berechnungs-Beispiele für NTC Thermistoren


therm_ber.gif (23084 Byte)Allgemeines: Thermistoren werden grundsätzlich als wärmeempfindliche Widerstände beschrieben, deren Charakteristik große Widerstandsänderungen bei kleinen Temperaturänderungen des Thermistorkörpers aufweist. Diese Änderung des Widerstandes mit der Temperatur kann einen negativen Widerstands-Koeffizienten haben, wobei der Widerstand abfällt, wenn die Temperatur ansteigt, was dann als NTC-Thermistor oder Heißleiter-Widerstand bezeichnet wird. Wenn der Widerstand ansteigt bei ebenfalls ansteigender Temperatur, ergibt sich hier ein positiver Temperatur-Koeffizient und der Sensor wird als PTC Thermistor oder Kaltleiter-Widerstand bezeichnet. Die meisten Metalle haben einen positiven Temperatur-Koeffizienten. SENSOR . fertigt ausschließlich N T C -Thermistoren, die hier nachfolgend besprochen werden.

Eine ausgesprochen typische NTC-Widerstand/Temperatur-Kurve ist in Abb.1 dargestellt. Diese Kurve zeigt einen nichtlinearen Abfall des Widerstandes bei linear ansteigender Thermistorkörper-Temperatur. In Abb.2 wird ein NTC-Thermistor mit einem Platinwiderstand vergleichsweise gezeigt. Während die Platin-Widerstands-Kurve mehr linear verläuft ist die außergewöhnlich geringe Empfindlichkeit des Widerstandes bei Temperaturänderungen zu sehen.

Eine besondere Eigenheit des Thermistors ist eine eintretende Verzögerung beim Stromdurchgang. Dies zeigt anschaulich Abb.3. Wenn eine Spannung an einen Thermistor angelegt wird, ist der Anfangswiderstand sehr hoch, weshalb der Stromfluß begrenzt ist. Wie die Körpertemperatur des Thermistors durch Selbsterwärmung ansteigt, so fällt der Widerstand während der Strom kontinuierlich ansteigt. Dieser Vorgang setzt sich fort bis der Punkt einer Stromsättigung erreicht ist, wobei die Begrenzung durch die angelegte Spannung und den Anfangsschaltkreis-Widerstand vorgegeben ist. Ein großer Thermistorkörper hat eine größere Masse und folglich eine größere Wärmeübergangs-Konstante, wodurch auch die Zeit größer wird um einen stabilen Zustand zu erreichen. Dies ist aus den Spezifikationen und Darstellungen der einzelnen Thermistoren ersichtlich, die durch ihre größeren Abmessungen eine hiermit verbundene längere Reaktionszeit bis zum Erreichen der Sättigung aufweisen.

BETA: Die Charakteristik eines Thermistors in Bezug auf einen Widerstand über den gesamten Temperaturbereich folgt den absoluten Wert in gegebenen Grenzen und mit geringstem Fehler. Dies zeigt folgende Gleichung:

term_f3.gif (2088 Byte)

hierbei ist R0 x T1 der Null-Leistungswiderstand bei Absolut-Temperatur T1 und R0 x T2 der Null-Leistungswiderstand bei Absolut Temperatur T2 e = 2.71828...

ß ist eine Konstante, deren Wert massgebend ist bei der Zusammenstellung des Thermistormaterials.

BEISPIEL: Man finde Beta eines Thermistors bei R25/50 wobei die einzelnen Werte R25 (T1)= 10000 Ohm und R50 (T2) = 3300 Ohm sind.

(1) Addieren Sie 273.15 zu 25° und nehmen Sie den reziproken Wert 1/298,15 = (+ 0,003354)

(2) Addieren Sie 273.15 zu 50° und nehmen Sie den reziproken Wert 1/323,15 = (-0,0030945)

(3) Addieren Sie nun (1) + (2) = (+0,0002595)

(4) Dividieren Sie R25 mit R50

term_f2.gif (1253 Byte)

(5) Nehmen Sie die Logarithmus von (4) = 1,1086626

(6) Dividieren Sie (5) durch (3)

(7) Beta = 4272,66


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